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Antworten auf alle Fragen rund um Steuern für virtuelle Güter
 
Alt 30.10.2008
Benutzerbild von xanef
Registriert seit: Jan 2008
Beiträge: 346
Ort: Düsseldorf
 
Member

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Antworten auf alle Fragen rund um Steuern für virtuelle Güter - Posted: 30.10.2008
"1. Ab welchem Umsatz sieht die Steuerfahndung Bochum eine gewerbliche Tätigkeit vorliegen und keinen privaten "Flohmarkt" mehr?


Grundsätzlich ist bei der Besteuerung zwischen den Ertrags- und Umsatzsteuern zu unterscheiden. Der von Ihnen angesprochenen Komplex berührt die Einkommen- und die Umsatzsteuer, die in den Einzelsteuergesetzen EStG und UStG geregelt sind.
Mit der Umsatzsteuer werden u. a. die so genannten "sonstigen Leistungen" besteuert. Der Verkauf von virtuellen Gütern im Internet stellt nach Auffassung der Steuerfahndung Bochum eine elektronische Dienstleistung dar. Eine elektronische Dienstleistung ist eine Leistung, die über das Internet oder ein elektronisches Netz (z.B. zur Übermittlung digitaler Inhalte) erbracht wird und deren Erbringung in hohem Maße auf Informationstechnologie angewiesen ist.
Für diese Leistungen bestehen, wie in Deutschland nicht anders zu erwarten, Sonderregelungen im Umsatzsteuergesetz, die hier nicht weiter beleuchtet werden sollen.

Besteuerung der Kleinunternehmer
Nach § 19 UStG wird die Umsatzsteuer nicht erhoben, wenn
Der Umsatz im vorangegangenen Jahr 17.500 € nicht überstiegen hat. Und der Umsatz im laufenden Kalenderjahr 50.000 € voraussichtlich nicht übersteigt.

Eine Umsatzsteuerproblematik ergibt sich somit erst wenn die Umsatzgrenze erstmalig den Betrag von 17.500 € übersteigt.
Einkommensteuer
Die Einkommensteuer (Abkürzung: ESt) ist eine Steuer, die auf das Einkommen natürlicher Personen erhoben wird. Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen.
Zu diesem Einkommen zählen auch die Gewinne aus dem Handel mit virtuellen Gütern über das Internet (Real Money Trading). Für die Besteuerung ist dabei unerheblich, ob das Real Money Trading oder Powerlevelling von den Spieleher stellern in den Endbenutzer – Lizenzverträgen untersagt ist.
Nach § 40 der Abgabenordnung (AO) ist es für die Besteuerung unerheblich, ob ein Verhalten, das den Tatbestand eines Steuergesetzes ganz oder zum Teil erfüllt, gegen ein gesetzliches Gebot oder Verbot oder gegen die guten Sitten verstößt.
Die Einkommensteuergrundtabelle beginnt bei 7.664,- €.
Vereinfacht dargestellt müssen die Einnahmen einer Einzelperson so hoch sein, dass nach Abzug der so genannten Betriebsausgaben (Büromiete, Providerkosten, Versandkosten etc.) und der Vorsorgeaufwendungen (Versicherungen etc.) der Betrag von 7.664,- € überschritten wird.

stark vereinfachtes Beispiel
1. Jahr
Einnahmen aus Internetgeschäften 15.000,- €
Betriebsausgaben 6.000,- €
= Gewinn 9.000,- €
Vorsorgeaufwendungen etc. 1.300,- €
Zu versteuerndes Einkommen 7.700,- €
Einkommensteuer nach der Grundtabelle 5,- €
(das Beispiel gilt nur, wenn neben den Interneteinnahmen keine weiteren steuerpflichtigen Einnahmen vorhanden sind)




2. Kann ich die Kosten des Spiels und der Computerhardware als Verluste bei der Beschaffung geltend machen?

Grundsätzlich können Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einkunftserzielung als so genannte Betriebsausgaben oder Werbungskosten von den Einnahmen abgezogen werden. Werden Einnahmen durch eine Online – Spiel generiert, können Aufwendungen jedoch nur berücksichtigt werden, wenn das Spiel und die benötigte Hardware ausschließlich genutzt wird, um steuerpflichtige Einnahmen und Umsätze zu erzielen.
In der Praxis ist dabei jedoch immer die Frage der so genannten "Liebhaberei" zu prüfen.
Allen Einkunftsarten des Einkommensteuergesetzes ist gemeinsam, dass die ihnen zugrunde liegenden Tätigkeiten oder Vermögensnutzungen insgesamt gesehen der Erzielung positiver Einkünfte dienen. Der Steuerpflichtige muss also die Absicht haben, innerhalb der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Einkunftsquelle einen Totalgewinn bzw. -überschuss zu erzielen. Fehlt es an dieser Voraussetzung, so fallen die wirtschaftlichen Ergebnisse (Verluste oder Gewinne) auch dann nicht unter eine Einkunftsart, wenn sie sich unter eine der Einkunftsarten des Einkommensteuergesetzes einordnen ließen. Beim Real Money Trading muss sich also auf Dauer ein Gewinn ergeben.




3. Wie legt die Steuerfahndung Bochum den Wert der virtuellen Waren fest, für die es keinerlei festgelegten Wechselkurse in Euro gibt?

Für die Besteuerung des Real Money Tradings sind die tatsächlich in Euro oder anderen konvertierbaren Währungen zugeflossenen Einnahmen maßgebend.
Die sich in letzter Zeit bei verschiedenen Spielen abzeichnende Mudflation
wirkt sich bei der Besteuerung daher nur über die gesunkenen oder gestiegenen Verkaufserlöse aus.



4. Das Erlangen von wertvollen Gegenständen in Spielen unterliegt auch immer einem Glücksfaktor, müssten es also nicht steuerfreie Einnahmen aus Glücksspielen sein, die nur wie Jetons in einem Casino getauscht werden?

Die Besteuerung greift nicht beim Erlangen von virtuellen Gegenständen in Spielen, sondern erst bei der Veräußerung dieser virtuellen Waren gegen reale Währung.
Unabhängig davon würden auch bei den MMORPG die steuerlichen Regeln für das Glücksspiel nicht gelten, weil es sich bei den MMPORG nicht um Glücksspiele, bei denen der Gewinn oder Verlust ganz oder teilweise vom Zufall abhängig ist, sondern um Geschicklichkeitsspiele handelt, bei denen der Gewinn oder Verlust in erster Linie von geistigen oder körperlichen Fähigkeiten abhängt. Für diese Spiele gelten die Regelungen für das Glücksspiel nicht.


5. Welche steuerlichen Vorteile hätte ein Spieler, der sein Hobby gleich ganz zum Gewerbe anmeldet?

Ein Hobby oder Steckenpferd ist eine Lieblingsbeschäftigung. Ein Hobby ist somit im Gegensatz zu Arbeit eine Tätigkeit, der man sich nicht aus Notwendigkeit, sondern freiwillig und aus Interesse, Faszination oder sogar Leidenschaft unterzieht. Die Tätigkeit bringt Vergnügen, Spaß oder Lustgewinn mit sich und ist somit steuerlich unbeachtlich.
Eine gewerbliche Tätigkeit muss auf die Einnahme- und Gewinnerzielungsabsicht ausgelegt sein, ansonsten wäre die Tätigkeit ertragsteuerlich als "Liebhaberei" zu werten.


6. Wie steht es mit dem Erwirtschaften von komplett virtuellen Währungen (Microsoft Points, Linden Dollars, etc.). Müsste ich diese in der Steuererklärung angeben, sofern ich sie im virtuellen Raum eines Spiels nur verdiene, oder erst wenn ich sie in Euros zurücktausche?


Nach den derzeitigen Steuergesetzen greift die Besteuerung erst ein, wenn die vorgenannten Währungen gegen reale Währungen verkauft werden.
Entgegen der Entwicklung in den USA sind hier noch keine Bestrebungen erkennbar, virtuelle Transaktionen zu versteuern.
In den USA ist das Joint Economic Commitee beauftragt, die Besteuerbarkeit von rein virtuellen Transaktionen zu prüfen. Bei einem derzeit auf über 2 Mrd. $ geschätzten virtuellen Umsatz scheint jedoch die Einführung einer "Virtual Tax" auf lange Sicht unvermeidbar.
Die Tatsache, dass bereits in 2006 über 1 Mrd. US – Dollar in virtuellen Welten ausgegeben wurden hat schon den EU – Koordinator für Terrorismusbekämpfung, Gilles Kerchove veranlasst, vor dem Missbrauch der virtuellen Währungen zur Geldwäsche und Terrorfinanzierung zu warnen. Die britische Financial Service Authority hat bereits in 2007 darauf hingewiesen, dass virtuelle Währungen der Bankenaufsicht unterliegen[2]. Da wird es auch nicht mehr lange dauern, bis auch das deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sich der Sache annehmen wird und dadurch das Interesse an einer virtuellen Steuer eventuell gesteigert wird. Allerdings wären bis zur Einführung einer solchen Steuer noch eine Menge Fragen zu klären. "

Das ganze habe ich in der neuen Buffed-Ausgabe gefunden.
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